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Bangkok – die Zweite


Bangkok, Thailand – 12.12.-18.12.2013

Gleich vorne weg: Werdet ihr vor dem Grenzübergang Poipet – Aranyaprathet (Kambodscha – Thailand) gewarnt, dann zu Recht. Es brauchte ganze 12 Stunden, 4 verschiedene Verkehrsmittel und wahnsinnig viele Leute, um von Battambang (Kambodscha) nach Bangkok (Thailand) zu kommen. Ganz zu schweigen von der lieben allgegenwärtigen Korruption...

Aber von vorn: Früh um 7:00 Uhr gings los. Wir quetschten uns in einen Bus und fuhren zu unserem ersten Stopp – Sisophon. Dort hieß es Gepäck schultern und umsteigen. Danach weiter zur Grenze. Abgesehen vom stundenlangen Anstehen und Warten lief hier eigentlich alles problemlos. Denn, klug wie wir waren ;), hatten wir bereits vor Reiseantritt ein Thailand-Visum mit einer zweimaligen Einreise erworben. Das rettete uns jetzt vor so mancher Abzocke und Diskussion. Wir waren also wieder zurück im schönen Thailand. Was jetzt? Natürlich wieder warten. Nichts Neues für uns. Dann wurden wir in einen Minivan verfrachtet und die Diskussionen begannen doch noch: „Nein, in den Stadtteil Banglamphu können wir euch nicht fahren. Viel zu gefährlich.“ Alter, da hatte er sich definitiv mit den Falschen angelegt. Ja, wir hatten natürlich von den Unruhen und Protesten in Bangkok gehört, doch nach gegenwärtigem Stand war alles noch relativ friedlich und keine Stadtteile gesperrt. Also weigerten wir uns beharrlich auszusteigen und beharrten auf den vorher vereinbarten Ankuntfsort. Nach einer gefühlten Ewigkeit – die anderen im Van waren schon etwas ungehalten – wollte man einen anderen Bus für uns organisieren. Aha, und der fährt dann ins angebliche Sperrgebiet oder wie? Wir wurden etwas lauter und plötzlich tat sich was. Also raus aus diesem Minivan und zurück zum Warteplatz. Hier gings erst richtig los: Hunderte Menschen, die natürlich wie wir alle schon vorher gezahlt hatten, warteten auf den Weitertransport nach Bangkok. Nichts tat sich. Nach einer gefühlten Stunde wurden wir auf die Ladefläche eines Vans geknetscht und zu einem weiteren Warteplatz gebracht. Hier informierte uns dann überhaupt niemand mehr. Was wir allerdings hier sahen und erlebten, war unglaublich. Es handelte sich quasi um einen Umschlagsplatz für alle Touristen, die entweder von Bangkok nach Siem Reap oder umgekehrt wollten. Viele standen also noch vor ihrem Grenzübergang und wurden völlig im Dunkeln gelassen. Man nahm ihnen die Pässe ab, verlangte horende Visagebühren und wenn jemand aufmuckte, wurde ihm einfach die Weiterfahrt verwehrt. So viele miese Menschen gepaart auf einem Haufen mit lauter verzweifelten und abgezockten Touristen – das hatten wir noch nicht gesehen.
Was nun? Ich schrie den nächstbesten Verantwortlichen an und Glück, Schicksal oder was auch immer war auf unserer Seite: Wir wurden in den nächsten Minivan gesetzt und – oh Wunder, oh Wunder – tatsächlich zu unserem Wunschort gefahren.
Was soll man dazu noch sagen? Am besten nichts mehr...
Der Tag wurde noch besser: Die Hostelsuche war ein Alptraum. Was das schon immer so teuer hier? Notgedrungen gings in ein Guesthouse ohne Warmwasser und Elektrizität. Jippieh!
Vergraben oder doch nochmal rausschälen und was essen? Man darf nicht vergessen, dass wir seit um 7:00 Uhr auf den Beinen waren und noch nichts im Magen hatten. Also ja, definitiv nochmal raus.
Und hier setzte endlich wieder unser Glück ein: Wir trafen zufälligerweise auf Michael aus England und Mochi aus Japan, die gerade aus einem völlig unscheinbaren Hostel kamen. Leider auch hier alles voll. Doch die Beiden wollten am nächsten Tag auschecken. Sie zeigten uns ihr tolles günstiges Zimmer und so wurde ratz fatz alles für den nächsten Tag arrangiert. Zusammen verbrachten wir noch einen tollen Abend mit gutem Essen und viiiiel Alkohol :-)
Ende gut, alles gut.

Was haben wir sonst noch in Bangkok getrieben? Nicht viel. Wir haben uns treiben lassen, eine Bootstour gemacht, den riesigen Wochenendmarkt (18 Hektar groß!!!!) besucht und gut zugeschlagen. Es wurden allerlei Leckereien gemampft, ein 4D Kino ausprobiert (der Waaahnisnn – was für ein Kinoerlebnis) und Pläne für die Weiterreise geschmiedet. Wir beschlossen: Myanmar muss noch sein. Mit Sicherheit wird das unsere Reisekasse zum Verzweifeln bringen, aber wir müssen dort hin! Also wurde mit viel Herzklopfen das Visum direkt auf der birmanischen Botschaft beantragt. Was für ein Stress. Eine halbe Stunde bevor die Botschaft schloss, rannten wir wie die aufgeregten Hühner umher, machten Fotos und Kopien und füllten lauter konfuse Formulare aus. Pessimistisch durch viele Einträge im Internet, rechneten wir stark mit einer Ablehnung, doch nur 3 Tage später hielten wir die Visa in den Händen. Jippieh: Myanmar wir kommen.
Zuerst aber sollte es mal in den Süden Thailands gehen. Denn den hatten wir noch nicht gesehen...


2 Kommentare:

  1. ich habe mich schon immer gefragt, was im Kino die 4. Dimension ist (Geruch oder vibriert da was oder wie?) Würde mich jedenfalls auch mal interessieren. Am krassesten finde ich aber die Sache mit dem Umschlagplatz für Touristen. Nach den Fotos zu urteilen, dachte ich ja erst ihr seid mitten in die Unruhen gekommen........;-) Gruß Pappsler

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    1. Jaaa...4D is voll abgefahren. Das is mit Wind, Sprühwasser, beweglichem Sitz und Duft. Da bewegt sich der Sitz synchron zum Film. Also wenn z. B. einer ein Schwert in den Rücken bekommt, dann kriegst du auch nen Hieb. Und wenn die z. B. durch einen Fluss mit nem Boot fahren, dann wird dir Wasser ins Gesicht gesprüht und der Wind weht dir um die Nase. Spektakulär. Und der Film ist natürlich in 3D.
      Ach, und das auf dem Bild sind die Demonstrationen. Wir mussten da immer quer durchlaufen. Als wir allerdings hörten, dass dort auch schon geschossen worden ist, wurde uns schon mulmig.

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