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Halsbrecherische Akrobatik in Battambang





Battambang, Kambodscha – 09.12.-11.12.2013


Nach einer gefühlten Ewigkeit, dachten wir, es wird mal wieder Zeit, die alten Geschichten aus Asien rauszukramen, um euch zu berichten, was wir vor fast einem Jahr so getrieben haben. Also macht´s euch gemütlich und seid gespannt. In den nächsten Wochen werden wir euch hin und wieder mit spannenden Geschichten aus Kambodscha, Thailand und Myanmar versorgen.


Nach nur drei Stunden Schlaf saßen wir völlig fertig im Bus zu unserem letzten Stopp in Kambodscha – Battambang.
Battambang liegt nur 291 Kilometer von der Hauptstadt entfernt und ist bis zur thailändischen Grenze die einzig größere, wenngleich allerdings relativ ruhige Stadt. Alles wirkt verschlafen und die Sehenswürdigkeiten lassen sich gemütlich an einem halben Tag abklappern. Damit hatten wir die perfekte Ausrede, um den ersten Tag nach unserer Ankunft im Bett zu verbringen. Wir waren völlig erledigt. Am Abend krochen wir allerdings noch einmal aus unserem Versteck und machten uns auf zu einem einmaligen Erlebnis: den „Circus Battambang“. „Phare Ponleu Selpak“ ist ein gemeinnütziges Projekt, welches mit bedürftigen Kindern, Jugendlichen und deren Familien arbeitet. Unter dem Motto „Akrobatik gegen Armut“ bietet es Kindern, die aus schwirigen Verhältnissen kommen, eine kostenlose Aus- und Weiterbildung in drei künstlerischen Bereichen, darunter eine Zirkusschule mit Theaterprogramm. Einmal pro Woche tritt diese Gruppe auf und zeigt in einem gemütlichen Zirkuszelt ihr Können. Und wir durften dabei sein. Es war unglaublich. Es wird gesprungen, geflogen, gestürzt und aufgefangen. Es war alles dabei: Akrobatik, Ausdruckstanz, Theater, Comedy und Musik. Was für eine Show. Wir wurden von der ersten Minute an mitgerissen und am Ende tobte das gesamte Publikum. Gut, dass wir aus dem „Nach-Feier-Koma“ auferstanden waren :).


Die letzten beiden Tage in Kambodscha verbrachten wir mit ausgiebigen Fahradtouren. Am ersten Tag machten wir einen kleinen Ausflug zur Bambusbahn. Hier konnte man auf einem Flachwagen durch die Umgebung düsen. Das Ganze war ziemlich klapperig und abenteuerlich. Kam ein anderer Wagon entgegen, musste wir anhalten, abbauen, warten und dann gings wieder los. Ein  riesen Spaß.
Die zweite Tour führte durch Felder und kleine Dörfchen zum Felsen Phnom Sampeau. Die Strecke war wunderschön, doch die Sonne brannte erbarmungslos. Ich war völlig fertig. Doch Schlumpi lachte mich nur aus und trieb mich weiter an. Auf einmal schrien und wedelten einige Arbeiter am Wegesrand wie verrücht mit ihren Armen: „Wrong way. Mienengefahr!“ Oh, Oh. Also mussten wir umdrehen und einen anderen Weg nehmen. Nach gefühlten Stunden erreichten wir endlich den Fuß des Berges. Jetzt sollte ich doch tatsächlich auch noch hier rauf krakseln. Ohne mich! Erst einmal ne kühle Cola! Das tat gut. Der Weg nach oben war dann Gott sei Dank weniger anstrengend als befürchtet und der Ausblick war toll. Außerdem gab es hier oben jede Menge zuckersüße Äffchen.
Wir quälten uns zurück und genehmigten uns ein tolles Abendessen in einem netten Restaurant, übrigens wieder ein tolles Projekt, dass jungen Menschen aus unterpreviligierten Familien eine Ausbildung ermöglicht.

Schließlich mussten wir uns ja für den anstrengenden kommenden Tag wappnen: Es stand mal wieder ein Grenzübergang an. Thailand wir kommen. Doch wir waren gewarnt. Die Betügereien an diesem Grenzübergang seien dramatisch...
 
P. s.: Nicki war übrigens noch beim Friseur. Das läuft so: Die Haare werden gekämmt und dann in einem Schritt gerade abgeschnitten. Das Ganze dauert 30 Sekunden und kostet einen Dollar. Eine schmucke Flechtfrisur gabs gratis dazu. Ach, und natürlich wurden sämtliche Freunde angerufen, um kurz darauf in den Salon zu stürmen und die blonden Haare zu bestaunen und anzufassen. Sehr witzig :).

3 Kommentare:

  1. Die Verspätung tut aber dem tollen Bericht und wunderschönen Foto´s nichts nehmen!!! Weiter so. Bin auf den nächsten schon gespannt. LG aus der Heimat und bis bald !!!

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  2. na die Bahnfahrt könnte mir auch gefallen - besonders das Video hat mir gut gefallen und Lust gemacht. Wie schnell fährt man denn da? Und haben die Teile auch Bremsen? Ich hab keine entdeckt ;-( Und wer hat denn bei entgegenkommenden Verkehr die Vorfahrt? Nach 3-4 mal Wagon auf und abbauen hat man doch auch mal die Nase voll. Wie einigt man sich denn da mit dem anderen. Oder hilft man sich dann gegenseitig beim auf und abbauen? Wirklich interessant. Ich werde so eine Szene auf meiner Modelleisenbahn nachstellen. Die Schienen habe ich ja schon ;-))) Gruß Pappsler

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    1. Na so 40km/h würd ich sagen. Und Bremsen hatten die tatsächlich nicht. Nur ne gute alte Motorbremse. Ich dächte, dass die aus der einen Richtung immer Vorfahrt hatten und die aus anderen mussten abbauen.

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