Nach unserem kurzen Aufenthalt in Kratie wollten wir noch
weiter weg vom Touristenstrom, ganz hoch in den Norden des Landes. Ziel war die
kleine Provinzhauptstadt Banlung. Ob das nicht vielleicht doch eine dumme Idee
war? Die Anreise war jedenfalls grauenhaft! Für fünf Stunden wurden wir mit 20
Einheimischen in einen Minivan gequetscht, der eigentlich für max. 10 Personen
ausgelegt war. Man musste sich einen Platz zu zweit teilen und die Knie hinter
die Ohren klemmen. Für Stefan wars noch schlimmer. Er saß die gesamte Zeit
zwischen zwei Sitzen und konnte sich nicht anlehnen. Bewegungsfreiheit gleich
null. Wunderbar! Die Fahrt war also schon mal der Horror.Banlung konnte dann aber voll entschädigen. Ein Ministädtchen, das nicht mal ein Stadtzentrum hatte und mit den roten Schotterstraßen an eine Wildweststadt erinnerte. Touristen begegnete man kaum, dafür aber einer Menge Chunchiet – Frauen, die früh morgens mit vollgepackten Rucksäcken eintrafen und den Markt mit ihren Ständen eröffneten.
Unser Guesthouse war der Knüller. Es war eine alte
Kolonialvilla mit riesigen Zimmern und lag direkt an einem idyllischen See.
Jeden Abend konnten wir von der Veranda aus die Sonne über dem See untergehen
sehen.
In den zwei Tagen, die wir hier verbrachten, erkundeten wir
mit dem Moped die Gegend. Am ersten Tag gings durch viele kleine Dörfer, vorbei
an Büffeln und Feldern, zu den verschiedenen Wasserfällen in der Umgebung.
Immer wieder trafen wir auf ganze Horden von Kindern, die uns fröhlich
hinterher riefen, winkten oder uns sogar nachliefen. So viele glückliche
Gesichter sind einfach ansteckend und so hatten wir den ganzen Tag ein Strahlen
im Gesicht.
Der zweite Tag war besonders schön und gleichzeitig etwas skurril.
Es war der 1. Advent! Weihnachten stand vor der Tür und wir hatten es gar nicht
gemerkt. Bei schönstem Sonnenschein verbrachten wir einen tollen Tag am
Yeak-Laom-See. Die Szenerie war wie aus dem Bilderbuch: Bambushaine säumten den
See, das türkisfarbene Wasser war einladend warm, saftige Farne
sprießen aus den umgestürzten Bäumen, vorüberziehende Wolken spiegelten sich im
Wasser und am Nachmittag stiegen aus dem Wasser feine Dunstschleier auf. Wir
haben den ganzen Tag auf einem hölzernen Badesteg verbracht, sind geschwommen,
haben gelesen und tolle Leute kennengelernt.
By the way – Kambodschaner gehen in voller Montur baden, mit
Jeans, T-Shirt und Strickjacke.
Es waren zwei tolle Tage! Den letzten Abend verbrachten wir mit tollen Leuten (Asher aus Israel, Hanelore aus Frankreich, Dan und Larcen aus den USA) bei einem tollen Essen und stimmten uns mit „Lara Croft – Tomb Raider“ schon mal auf unseren nächsten Stopp, die Tempel von Angkor, ein.
Es waren zwei tolle Tage! Den letzten Abend verbrachten wir mit tollen Leuten (Asher aus Israel, Hanelore aus Frankreich, Dan und Larcen aus den USA) bei einem tollen Essen und stimmten uns mit „Lara Croft – Tomb Raider“ schon mal auf unseren nächsten Stopp, die Tempel von Angkor, ein.
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