Nach Strand und Meer, Großstadt und viel Geschichte, stand uns mal wieder der Sinn nach einem kleinen beschaulichen Städtchen. Also auf nach Kratie. Die Busfahrt war zwar ewig lang, aber sehr angenehm. Wir hatten so viel Platz wie noch nie und konnten unsere Beine komplett ausstrecken. Luxus pur! Außerdem hatten wir folgendes Erlebnis: Die Familie neben uns, die sich zu Viert zwei Sitze teilte, genehmigte sich einen ganz besonderen Pausensnack – riesige, schwarze, fette Taranteln, die komplett mit Haut und Haaren, Beinen und Körper verspeist wurden. Ihhhh! Wir waren völlig schockiert und konnten nur noch starren, was von der Mami zum Glück mit einem Lächeln quittiert wurde. Tja, andere Länder, andere Sitten. Wir hätten ja zu gern ein kleines Beinchen probiert.Kratie war dann auch genau wie wir es uns vorgestellt hatten. Ein kleines, idyllisches Städtchen, in dem NICHTS los war. Wir fanden ein Guesthouse für 4,00$ pro Nacht, schlenderten noch ein wenig umher und ließen den Tag auf unserer Dachterrasse ausklingen.
Am nächsten Tag wollten wir die Umgebung erkunden. Also gings mit der Fähre zur kleinen Insel Koh Trong. Wir schwangen uns auf die Fahrräder und auf gings einmal um die Mekong-Insel herum. Es gab ca. 20 kleine Hütten, genau einen Minimarkt, eine Schule und eine Polizeistation und sonst nichts. Die Menschen hier lebten ohne Elektrizität und fließendes Wasser. In der Mitte der Insel befanden sich Felder, die von den Bewohnern bewirtschaftet wurden. Überall liefen Kinder herum, die uns freudig zuwinkten und begrüßten oder uns sogar ein Stück begleiteten. Am Ende hielten wir im Schatten, picknickten und beobachteten das kleine schwimmende Dörfchen, das sich am südlichsten Zipfel der Insel befand. Es war ein sehr entspannter und erholsamer Vormittag.
Danach gings kurz entschlossen mit dem Fahrrad (weil uns das so gefallen hatte) noch die vom Aussterben bedrohten Irrawaddy-Delphine beobachten. Die Fahrt war extrem anstrengend, hat sich aber definitiv gelohnt. Wir mieteten ein Bötchen und fuhren auf den Mekong hinaus. Schon nach nur wenigen Minuten konnten wir die etwas lustig aussehenden Delphine beobachten. Sehr süß. Sie schwammen um uns herum und zeigten sich sogar ab und zu mal ganz, wenn sie aus dem Wasser sprangen. Ein tolles Erlebnis! Leider mussten wir danach wieder 1 ½ Stunden mit dem Fahrrad zurück. Nicki war völlig fertig. Die Straße war so holperig, dass einem danach der gesamte Rücken und die Schultern weh taten. Alter, wir hatten uns vielleicht ein riesen Abendessen verdient. Wir trafen mal wieder auf nette Leute und verbrachten so den Abend in toller Gesellschaft mit viel Essen und Alkohol :-) .
Fazit: Die süßen Irrawaddy-Delphine sollte man auf jeden Fall mal gesehen haben.



Hihihi die Delfine sehen ja wirklich lustig aus.. :o)
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