http://dropdownmenugenerator.com/

Sind wir verflucht?


Mui Ne, Vietnam - 31.10.-05.11.2013


Lust auf eine gruselige Story? Dann jetzt unbedingt weiterlesen!
Vollgepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen...hinein ins Weekend-Feeling. Nein! Stopp! ...hinein in den gruseligen Badespaß!
Letztlich konnte es dank Visa-Verlängerung also doch ins kleine Fischerdörfchen Mui Ne gehen. Ob das allerdings am Ende so eine gute Entscheidung war? Seht selbst...
Am ersten Tag war noch alles prima. Abgesehen davon, dass uns der Bus mitten in der Pampa rauslies und wir anschließend mit unseren zwei riesigen Backpacks und einem kleinen Rucksack auf dem Roller auf die Suche nach einem Hostel gingen, gefiel uns die Umgebung auf Anhieb. Die Landschaft ist wunderschön: schwarze und rote zerklüftete Felsen, türkisblaues Meer, Sanddünen und Palmen, die den Strand säumen. Das Paradies!
Doch schon am nächsten Tag gings los. Der Plan lautete: Scooter-Tour mit Erkundung der Umgebung und der weißen Sanddünen.
In Realität geschah aber folgendes: Nach einem leckeren Frühstück packten wir Sack und Pack und schwangen uns auf unseren Roller. Los gings!
Wir fuhren vorbei an einem kilometerlangen weißen und weichen Sandstrand und entdeckten plötzlich eine kleine Lücke, in die wir mit unserem Roller fahren konnten. Wir parkten einige Meter von der Straße entfernt und versteckten unseren kleinen Scooter im Gebüsch. Danach kletterten wir über eine riesen Sanddüne und vor uns lag der Strand und das Meer. Die Sonne strahlte, das Wasser klitzerte und man sah keinen Menschen weit und breit. Also ab ins kühle Nass uns dann unter Palmen sonnen. Schlumpi beschloss noch zu einer kleinen Insel zu schwimmen und ich räckelte mich - zum erstem Mal oben ohne, wir waren ja völlig allein - im Sand :-). Plötzlich bekam ich allerdings ein komisches Gefühl, drehte mich um und da stand, nur wenige Zentimeter hinter mir, eine Frau. Völlig geschockt brachte ich ein schiefes Lächeln zustande. Die Frau bewegte sich allerdings keinen Millimeter und starrte einfach nur. Sehr eigenartig! Ich beschloss erstmal mich zu bedecken und zu warten. Die Frau starrte allerdings weiterhin und fing an komische Laute von sich zu geben. So langsam wurde es mir doch Angst und Bange. Ich raffte alles zusammen, rannte zum Wasser und fuchtelte aufgeregt mit den Armen, um Schlumpi zu zeigen, dass er zurückkommen sollte. Die Frau lief hinter mir her, starrte und schrie weiter. Ich war völlig verwirrt. Als Schlumpi zurück kam, verschwand sie auf einmal. Also zurück zu unserem gemütlichen Plätzchen unter den Palmen. Plötzlich tauchte sie wieder auf. Mir fiel auf, dass sie sehr verwildert aussah, ihr Gesicht entstellt war und sie wohl geweint hatte. Was zur Hölle war hier los? Wir versuchten alles - mit ihr sprechen, ihr etwas zu Essen zu geben, sie aufzumuntern - doch nichts. Kamen wir näher, ging sie weg, gingen wir wieder zurück zu unserer Decke, kam sie wieder. Sehr eigenartig! Und was hatte sie da eigentlich in der Hand? Eine Machete? So langsam bekamen wir es mit der Angst zu tun und wollten nur noch weg. Wir rafften alles zusammen und rannten zu unserem Roller. Da fing die Frau auf einmal an zu schreien und uns zu verfolgen. In Panik versuchten wir den Roller wieder auf die Straße zu bekommen. Doch das war gar nicht so einfach - der Sand war arschheiß und der Scooter bewegte sich nur im Schneckentempo. Stefan gab Vollgas und ich schob von hinten. Uns rann der Schweiß von der Stirn. Als wir die Straße erreichten, die noch heißer war als der Sand, konnte Stefan das Gas nicht schnell genug loslassen und der Scooter schlitterte über die Straße und Stefan überschlug sich mit ihm. Er war komplett mit Schürfwunden übersäht und hatte dicke Brandblasen unter den Füßen. Wir zitterten am ganzen Körper, hoben den Roller auf und rasten davon.
Was war hier eigentlich gerade passiert? Wollte man uns ausrauben, den Roller klauen oder sind wir jetzt verflucht? Seit diesem Ereignis sind jedenfalls jeden Tag eigenartige Dinge geschehen:
Tag 1 nach der Verfluchung:
Nach einem super leckeren Abendessen alberten wir etwas rum und waren mit unserem Scooter unterwegs, um uns noch ein paar Leckereien zu holen. Plötzlich kracht ein anderer Roller von hinten mit voller Wucht in uns rein. Es hat extrem gerumst. Zum Glück konnte Stefan gegenlenken und niemand fiel hin. Ich hing allerdings seitlich am Roller und hatte am nächsten Tag vom Aufprall lauter blaue Flecke. War das der Fluch?
Tag 2 nach der Verfluchung:
Schon in der Nacht fühlte ich mich mies. Ich quälte mich den gesamten Tag mit furchtbaren Magenkrämpfen und musste mich immer wieder übergeben. Super - Lebensmittelvergiftung. War das der Fluch? Außerdem brachte Stefan den Scooter weg und musste 15 € wegen des Unfalls bezahlen. Woher zum Teufel wusste der Besitzer schon wieder davon? War das der Fluch?
Tag 3 nach der Verfluchung:
Nach einem Tag am Strand mit vielen süßen Hunden um uns herum, lagen wir abends im Bett. Nur kurze Zeit später krabbelte und kitzelte alles wie verrückt. Mücken? Neeeeein!!! Flöhe! Unsere Beine waren komplett zerstochen! War das der Fluch?
Am nächsten Tag konnten wir es kaum erwarten endlich aus Mui Ne zu verschwinden und damit hoffentlich den Fluch zu brechen. Ob das geklappt hat, erfahrt ihr im nächsten Post.
Allerdings muss ich auch noch einen kleinen Nachtrag anfügen. Mui Ne war nämlich nicht nur furchtbar. Wir waren zum Beispiel im schönsten Guesthouse, dass wir je gesehen haben und hatten jede Menge Spaß. Denn genau wie im gesamten Dörfchen brach ständig das Stromnetz zusammen und alle standen im Dunkeln.
Außerdem haben wir hier einen supernetten und feuchtfröhlichen Abend mit dem Bitzern, zwei deutschen Mädels, einem deutschen Pärchen und einem Ukrainer verbracht und jeder steuerte etwas zum Essen bei. Es gab jede Menge Früchte, Essen und Reiswein.
Vergessen werden darf auch nicht, dass wir hier den geilsten Burger unserer gesamten Reise, wenn nicht sogar aller Zeiten, gegessen haben und nach langer Zeit mal wieder kurz vorm Platzen waren. Super Gefühl :-).
Und last, but not least: Die Umgebung. Die Strände waren wunderschön und wir haben lange Spaziergänge gemacht und tolle Sonnenuntergänge gesehen. Aber absolutes Highlight waren die Sanddünen. Die roten Sanddünen, nahe dem Strand von Mui Ne waren schon traumhaft schön, doch die weißen Sanddünen, die etwas weiter entfernt liegen, waren dann der absolute Knaller. Sie bilden ein erstaunliches Bild: Wie aus dem Nichts ragen die Berge auf und man fühlt sich wie in der Sahara. Wir hatten besonderes Glück, denn wir waren an diesem Tag extra früh (5:00 Uhr) aufgestanden und als wir um 6:00 Uhr ankamen, hatten wir die Sanddünen ganz für uns alleine. Gigantisch!
Ihr seht also, Mui Ne war letztendlich doch nicht so schlimm und wir haben den Fluch überlebt :-).



2 Kommentare:

  1. echt gruselige Storry - aber die Fotos entschädigen doch alles. Man könnte ja meinen, ihr seid in der Sahara unterwegs. Gruß Pappsler

    AntwortenLöschen
  2. Also wenn der Sand alles Schnee wäre, würde ich da auch mal hinfahren...
    Aber so ne gruseligen Geschichten, das wär auch was für mich!!!
    Tollste Fotos wieder...

    AntwortenLöschen