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Mit Vitamin B ist fast alles möglich :-)


Da Lat, Vietnam - 28.10.-31.10.2013


Wir waren also in Da Lat gelandet. Was jetzt? Wo sollte es als nächstes hingehen? Also Landkarte und Kalender raus und Kriegsrat gehalten. Der Entschluss war schnell gefasst: Wir wollten zurück ans Meer. Mui Ne sollte es sein. Also sollte es am übernächsten Tag für drei bis vier Tage an den Strand gehen. Doch halt, ach du Schei...., das geht ja gar nicht, unser Visum läuft ja in zwei Tagen aus. Also wurden Hals über Kopf wieder alle Pläne umgeschmissen. Wir mussten so schnell wie möglich nach Ho-Chi-Minh-City, um eine Visa-Verlängerung zu beantragen oder wir würden uns illegal im Land befinden. Und ob das im kommunistischen Vietnam mit einem Lächeln aufgenommen werden würde, da waren wir uns nicht so sicher. Zumal im Reiseführer stand, dass Visa-Verlängerungen nur sehr schwierig zu bekommen seien. Also runter zur Rezeption, auschecken und Nachtbus nach HCMC arrangieren. Also kein Strand :-(. Doch halt. Die gewiefte Besitzerin hatte doch tatsächlich Beziehungen zur Ausländerbehörde und bot uns an, das Visum quasi unter der Hand zu verlängern, für einen angemessenen Preis versteht sich. Eine Hand wäscht schließlich die andere. Kommunismus pur. Wir waren natürlich dabei, denn auf Sonne und Meer wollten wir keinesfalls verzichten. Das Geschäft stand. Morgen um 9:00 Uhr sollten wir unsere Reisepässe mit den Visa-Verlängerungen in den Händen halten und den Bus nach Mui Ne noch schaffen. "For sure!"
Geschniegelt und gestriegelt standen wir also am nächsten Morgen um 9:00 Uhr auf der Matte. Ahhhhh...., kleine Verzögerung, um 14:00 Uhr sind die Pässe fertig. "For sure!" So ging das Spiel noch zwei Tage weiter und wir waren uns schon sicher, dass wir das Land verlassen mussten. Als es schließlich hieß: "Morgen könnt ihr los. Die Pässe sind um 9:00 Uhr fertig. For sure!", wollten wir nur noch schreien. Doch oh Wunder wie versprochen hielten wir die Reisepässe samt Visa-Verlängerung am nächsten Tag in unseren Händen! Mit Vitamin B ist eben (fast) alles möglich! Ende gut, alles gut.
Dank Visa-Verlängerung wurde unser Aufenthalt in Da Lat also gezwungenermaßen verlängert. Somit hatten wir genügend Zeit um das Städtchen und die Umgebung zu erkunden. Am Ende stellte sich sogar heraus, dass die Stadt toll ist und man eine Menge entdecken kann.
Per Tandem! - ein echter Spaß - erkundeten wir am ersten Tag das Zentrum. Turbulent ging`s vor allem am Markt zu. Hier zeigte sich, dass die Stadt ihren Beinamen "Blumenstadt" zu recht trägt: Wo man hinschaute, sah man Blumen. Alles war geschmückt und bestimmt zwei Drittel der Händlerinnen verkauften ausschließlich frische Schnittblumen. Und was liegt näher als in der Stadt der Blumen den botanischen Garten zu besuchen. Der Wahnsinn. Überall Orchideen, Rosen und allerhand exotische Pflanzen. Ein Meer aus Blumen.
An den nächsten Tagen erkundeten wir die Umgebung mal wieder mit dem Moped. Zuerst gings zu einigen wunderschönen Pagoden und dem restaurierten Bahnhof, der ein echtes Schmuckstück ist. Er ist der älteste Bahnhof in Vietnam und wurde vom Kultusministerium 2001 zum Nationaldenkmal erklärt.
Was ganz anderes war unser Besuch in der Hang Nga Gallery, dem sogenannten Crazy-House. Das "verrückte Haus" ist der aus Beton gegossene (Alp-) Traum eines jeden Architektur-Interessierten und damit absolut was für Schlumpi. Verschiedene Gebäude sind durch skurrile Treppen und Übergänge miteinander verbunden. Die einzelnen Zimmer haben alle einen eigenen Charakter und sehen total abgefahren aus. Man fühlt sich wie in einer Kulisse eines Fantasy-Films. Abgespacet. Dass die Behörden den Bau dieses auffälligen Hauses im sonst so konformitätsliebenden Vietnam überhaupt erlaubten, lässt sich wohl mit der Tatsache erklären, dass die Architektin die Tochter eines ehemaligen Präsidenten ist.
Zu guter Letzt stellte sich auch noch heraus, dass man in Da Lat wunderbar wandern kann. Es gab einen Weg, der von einem Wasserfall zum nächsten führte. Die Landschaft war wunderschön und auch für Wanderfaule wurde etwas geboten: Wir fuhren zum ersten Mal auf unserer Reise mit einer Rodelbahn und einer Seilbahn. Ein gelungener Tag, den wir am Seufzer-See ausklingen ließen. Auch wenn sich um den See viele traurige Legenden ranken, die alle damit enden, dass sich ein verliebtes Mädchen im See ertränkte, war es hier wunderschön und idyllisch und wir genossen einen tollen Sonnenuntergang.
Unser Aufenthalt in Da Lat beendeten wir dann mit dem kompletten Kontrastprogramm auf dem Markt. Auf den Straßen drängelten sich die Menschen und aus dem Kinolautsprecher dröhnte in der Endlosschleife "My heart will go on" von Celine Dion. Als mir dann auch noch ein netter Vietnamese eine Zuckerwatte schenkte, war alles perfekt. Da Lat hat uns gefallen!


1 Kommentar:

  1. Also auf dem Tandem würde ich auch lieber hinten sitzen....
    Ach die herrlichen Fotos wieder, ihr seht sooooooo glücklich aus!

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