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Keine Macht den Drogen!


Dhon Det und Dhon Khon, Laos - 18.09-22.09.2013


Zu fünft machten wir uns also auf. Unser Ziel: "Die Viertausend Inseln". Dieses Gebiet wird von den Laoten so genannt, weil der Mekong hier im äußersten Süden von Laos seine größte Ausdehnung erreicht, sich in etliche Kanäle gliedert und  hunderte kleine Inseln freigibt.
Die Anreise war ein riesen Abenteuer, denn diesmal fuhren wir in einem absoluten Lokalbus. Es war ein riesen Truck mit einer Ladefläche, auf der sich links und rechts jeweils eine Bank befand und in der Mitte ein Haufen Gepäck und diverse Dinge. Wir wurden also ziemlich durchgeschaukelt und die Einheimischen veranstalteten allerhand eigenartiger Sachen, die wir nicht unbedingt erwähnen wollen.
Da wir leider ziemlich spät ankamen, setzten wir mit dem Boot noch zur ersten Insel über und nahmen das erstbeste Hostel.

Am nächsten Tag erkundeten wir die Insel mit den geliehenen Fahrrädern und setzten zur nächsten Insel über. Dort fanden wir eine tolle Unterkunft: eine süße kleine Hütte mit Blick auf den Fluss und Hängematten zum relaxen. Sehr schön. Wir fuhren zu Wasserfällen und konnten von hier bereits Kambodscha sehen.

Hier machten wir jedoch auch eine unserer furchtbarsten Erfahrungen und hatten eine der schlimmsten Nächte unseres Lebens. Eines Abends beschlossen wir die überall angepriesenen "Happy-Shakes" zu probieren. Zunächst war alles normal und niemand merkte etwas. Ziemlich müde gingen wir ins Bett und dachten nicht weiter daran. Mitten in der Nacht wachte Stefan jedoch auf und fühlte sich grauenhaft. Er weckte mich auf und war völlig in Panik. Er war kreidebleich, stierte geradeaus und war unglaublich ernst. Er sagte, er fühle sich eigenartig, etwas stimme nicht, er könne sich nicht bewegen, ich solle dringend Hilfe holen. Von einer Sekunde auf die andere zitterte ich am ganzen Körper und war ebenfalls in Panik. Stefan versuchte seine Arme und Beine zu bewegen, doch es ging nicht. Mir fiel nichts anderes ein, als zu Dagmar und Leo (Medizinstudenten) zu rennen und mitten in der Nacht völlig panisch an deren Tür zu klopfen. Beide kamen zum Glück mit und untersuchten Stefans Reflexe. Es war absolut gruselig. Er bewegte sich sehr langsam und starrte weiterhin einfach nur geradeaus. Beide waren sich einig, dass wir bis zum nächsten Morgen warten sollten. Stefan und ich machten jedoch kein Auge mehr zu. Wir beide hatten noch nie zuvor mehr Angst, als in dieser Nacht.
Den gesamten nächsten Tag war Stefan wie benommen und bewegte sich sehr langsam. Er schlief meistens und brauchte einen ganzen Tag, um wieder "normal" zu werden. Definitiv nie wieder "Happy-Shakes" für uns!

Am letzten Tag mussten  wir uns dann endgültig von unseren lieben Mitreisenden und mittlerweile guten Freunden verabschieden. Für Dagmar, Leo und Nick ging es weiter nach Kambodscha, während wir wieder zurück in den Norden von Laos wollten.



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