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Luang Prabang



Luang Prabang, Laos - 06.09.-11.09.2013



Am 6. September machten wir uns endlich auf um Laos näher zu erkunden. Unser erster Stopp sollte in Luang Prabang sein. Um von der Grenze aus dieses kleine Städtchen zu erreichen, gab es mehrere Möglichkeiten: einen Bus, ein Speedboat und ein Slowboat. Wir entschieden uns für letztere Variante, um so gleich etwas vom Land sehen zu können. Die Bootsfahrt auf dem Mekong, dem längsten Fluss Südostasiens, dauerte insgesamt zwei Tage, mit einem Zwischenhalt in Pak Beng, wo wir die Nacht verbrachten. Die Tour hat uns sehr gut gefallen. Es war eine tolle Abwechslung zum sonst eher öden Busfahren. Wir haben viel von Laos Natur gesehen, einige kleine Dörfchen und das Alltagsleben der Menschen am Rand des Flusses. Außerdem wurde an Bord viel gelacht und gequatscht, da viele alte Bekannte dabei waren (das gesamte Gibbon-Experience-Team). Nach insgesamt ca. 15 Stunden Fahrt kamen wir am vermeindlichen Ziel an. Problem war nur: Wir waren in der Provinz Luang Prabangs und nicht wie geplant im Zentrum gelandet. Nachdem alle Einheimischen das Boot verlassen hatten, blieben noch die ca. 60 Touristen übrig. Uns hatte man versprochen bis ins Zentrum gebracht zu werden. Also beharrten wir auf unser Recht und blieben im Boot. Es folgten ungefähr 1 1/2 Stunden Diskussion per Handzeichen. Am Ende gaben wir auf und machten uns auf die Suche nach einem Tuk-Tuk. Der "freundliche" Fahrer lächelte über unsere Story und sagte dazu nur: "Welcome in Laos. Nobody cares about you."
Wir ließen uns die Laune jedoch nicht verderben. Zuerst schlugen wir uns die Bäuche an einem Buffet für sage und schreibe 1 € voll. Danach gings zur schönsten Bar ever and ever und danach zum Bowling. Das war eine der skurilsten Szenen, die wir je gesehen haben: Alle Touristen strömten mit einmal zur Bowlingbahn, da alle anderen Bars und Kneipen bereits um 23.30 Uhr schließen mussten. Es herrschte eine unglaubliche Lautstärke, alle waren betrunken und versuchten zu bowlen.

Am Tag darauf stand Kultur auf dem Programm. Wir schauten uns einige Tempel in der Stadt und auf einem Berg an. Von dort aus hatten wir einen besonders guten Blick auf Luang Prabang und genossen den Sonnenuntergang. Anschließend haben wir noch den Nachtmarkt unsicher gemacht, uns jeweils eine Hose gekauft und Nicki hat in all dem Trubel noch eine Pediküre bekommen.




Der Wecker klingelte am nächsten Tag ziemlich früh. Um 5.30 Uhr gings raus, um in der morgendlichen Stille die Prozession der Mönche zu beobachten. Jeden Morgen ziehen diese durch die Straßen und erbeten von den Gläubigen Nahrung für den Tag. Es herrschte eine sehr ruhige und angenehme Atmosphäre, die Nicki sehr berührte. Wir beschlossen gleich wach zu bleiben und frühstückten die besten Croissants in einer französischen Bäckerei. 

Danach gings mit den Rollern zum Highlight der Region - dem Tad Kuang Xi Wasserfall. Mit den beiden etwas ängstlichen Holländern zogen wir los. Der Wasserfall war einfach überwältigend. Es war der größte, den wir je gesehen haben. Gleich am Anfang begann es allerdings wieder wie aus Eimern zu regnen und wir waren unter einer kleinen Plane gefangen. Wir warteten einige Minuten und als sich die ersten Sonnenstrahlen zeigten, trauten wir uns hervor, gingen drei Schritte und promt fing es wieder an zu regnen. Also wir wieder zurück in die kleine Notunterkunft. Als die Sonne wieder rauskam, fing das Spiel von vorne an. So erging es uns die nächsten drei Male und dann stoppte der Regen wirklich endgültig. Wir konnten die Umgebung weiter erkunden und wagten uns den glitschigen Weg zum Gipfel des Wasserfalls. Manche Teile des Pfades waren komplett überschwemmt, so dass wir am Ende glitschnass waren. Aber der schwere Aufstieg hat sich gelohnt. Oben angekommen hatten wir eine grandiose Sicht. Man bemerke: Wir standen im Wasser oben auf dem Wasserfall. Einen Meter weiter ging es 60 Meter nach unten. Wieder heil unten angekommen (Nickis kleinen Sturz ausgenommen) kühlten wir uns im Wasserfall ab. Mutig wie wir sind, haben wir natürlich auch die verschiedenen Bäume und Felsen genutzt, um reinzuspringen. 
Die Rückfahrt war wunderschön. Alles war grün und blühte und wir haben zwei perfekte Regenbogen gesehen. Der eine war ein kompletter Bogen mit absolut kräftigen Farben. Der zweite war zwar nicht vollständig, dafür aber perfekt über dem Stadtpanorama von Luang Prabang.

Der nächste Tag war ein Tag voller Entspannung. Er begann mit einem ausgiebigen und unglaublich leckeren Frühstück in schöner Atmosphäre. Erst nach mehreren Stunden konnten wir uns aufraffen. Es war so unglaublich heiß, dass wir es nur bis zum nächsten Swimmingpool schafften. Dort hingen wir den ganzen Tag herum, ließen die Seele baumeln und genossen die Drinks an der Poolbar. 

Ein letztes Mal ging es an diesem Abend in unsere Lieblingsbar. Wir wollten noch einmal alle zusammen feiern, denn am nächsten Morgen sollte es für jeden von uns in verschiedene Richtungen gehen. Unser Lieblings-Nick, der uns nun schon seit mehr als drei Wochen begleitete und inzwischen zu einem guten Freund geworden ist, wollte weiter in den Norden. Für uns soll es allerdings genau in die entgegengesetzte Richtung, den Süden, gehen.


6 Kommentare:

  1. Hallo ihr Lieben, mittlerweile ist Euer Paket von Amelie heil eingetroffen. Bei uns wird es nun langsam herbstlich und die Tage immer kürzer. Um so mehr genießen wir Eure "grünen Fotos" Liebe Grüße connyundandi

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    1. Jaaa... hier ist alles schoen gruen. Aber nun war die Reisernte und alles sieht ein bissl anders aus. Wir sind jetzt gerade in Halong Bay. Einfach nur fantastisch. Unbeschreiblich! Ich hoffe wir koennen euch bald schoene Bilder zeigen.

      LG Schlumpi

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  2. Das sieht ja wirklich aus wie im Paradies!! Und bei uns regnet es.
    Habt ihr die Mekong-Delfine nun eigentlich gesehen?
    Ganz liebe Grüße,

    Annuschki

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    1. Nee nee...da muessen wir dich leider enttaeuschen. Bis jetzt haben wir keine Mekong-Delfine gesehen. Vielleicht wenn wir in Kambodscha sind.

      LG Nicki & Schlumpi

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  3. Na, dann viel Glück, dass ihr sie noch zu Gesicht bekommt. Habt ihr in Vietnam was von dem Taifun mitbekommen? Ich hab mir schon Sorgen gemacht... :o)
    Wie lange bleibt ihr noch in Vietnam?

    Ich freu mich von euch zu hören,

    Annuschki

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    1. Wir bleiben bestimmt noch bis Ende Oktober. Bis jetzt haben wir zum Glueck noch nichts vom Sturm mitbekommen. Wir hoffen, das bleibt auch so. Das Wetter ist bombastisch (33 Grad und Sonnenschein). Gestern waren wir sogar an einem einsamen Strand baden. Der Wahnsinn!

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