Nach einigen Gammeltagen sollte es endlich
weiter gehen. Doch wohin? Der Entschluss war gefallen – wir wollten für 10 Tage
ins Schweigekloster. Doch das Ganze begann immer am Ersten des Monats. Das
hieß, es blieb uns noch eine gute Woche Zeit. Wir waren etwas planlos. Doch zum
Glück schrieben Annika und Tim, sie seien inzwischen auf Ko Phayam, einer
wunderschönen, ruhigen Insel gelandet. Warum eigentlich nicht? Ab nach Ko Phayam.





Die Busfahrt dauerte eine gefühlte Ewigkeit, denn wir mussten quer durch den Süden des Landes. Am Ende wurde es dann auch ganz schön knapp, denn die letzte Fähre setzte 16:30 Uhr ab und wir erreichten erst 16:00 Uhr den Busbahnhof. Kurzerhand sprangen wir mit zwei Australiern in das nächste Taxi und kamen tatsächlich auf die letzte Minute an. Die Tickets wurden gekauft, rauf aufs Boot und schon gings los. 45 Minuten später wars geschafft. Ich war völlig fertig und hatte tierische Kopfschmerzen. Zum Glück hatten wir (vorgewarnt durch Annika und Tim) bereits ein Hostel gebucht. Also ab auf den Roller und los. Doch als wir ankamen die prima Nachricht: Voll. Waaas? Wir hatten doch reserviert. Das war den Besitzern allerdings egal. Wir waren zu spät. Also mussten wir tatsächlich noch mitten in der Nacht auf Hostelsuche gehen. Alles war voll. Für einen Abend kamen wir zum Glück in einer Kaschemme unter. Wie es allerdings am nächsten Tag weitergehen sollte, wussten wir nicht. Egal. Kopfschmerztablette rein und ab zu Annika und Tim und dann zur Beachparty. Super. Tolle Leute, gute Musik und prima Stimmung.
Doch am nächsten Tag hohlte uns das Problem wieder ein: Alle Hostels waren voll. Restlos. Was nicht unbedingt daran liegt, dass die Insel so voll war, sondern daran, dass es kaum Hostels gab. Ko Phayam ist eine sehr kleine, ruhige Insel mit gerade einmal zwei Straßen, keinen Autos und sehr wenigen Hostels bzw. kleinen Hütten am Strand. Nach einem Tag Suche fanden wir den Kracher: erste Reihe am Strand, Meerblick und nur 250 Baht die Nacht (6,25 Euro). Der Haken: Wir schliefen im Zelt. Es gefiel uns allerdings ziemlich gut und so blieben wir die gesamte Woche.
Tja, und was soll ich sagen? Auch diese Woche war wunderschön. Mal wieder war das Wetter traumhaft, die Sonne schien, das Meer glitzerte und der Sand war butterweich. Es war unendlich ruhig und entspannend. Keine hundert Sonnenliegen aneinander gereiht, keine Jetskifahrer und keine Strandverkäufer. Dazu noch tolle Leute, leckeres Essen und jede mege gute Laune. Das war eine Woche nach unserem Geschmack. Wir vergammelten unsere Zeit mal wieder am Strand, machten zahlreiche Spaziergänge, erkundeten die Insel mit dem Roller, gönnten uns eine Thai-Massage und schlugen uns die Bäuch voll.
Auch die Abende waren toll: Wir saßen am Strand oder in einer Bar, betrachteten die tollen Sonnenuntergänge, genehmigten uns Cocktails, spielten Karten und quatschten bis in die Morgenstunden. Doch das Beste: der Sternenhimmel. Gegen 22:00 Uhr wurde jeden Abend die Elektrizität abgestellt und damit saß man im Kerzenschein oder in der absoluten Dunkelheit. Der Wahnsinn. So viele Sternschnuppen habe ich in meinem Leben noch nie gesehen. Ich war wie verzaubert.
Und dann eines Abends – ein unvergessliches
Erlebniss. Auf unserem Rückweg zum Zelt versuchten wir in der absoluten
Dunkelheit unseren Weg zu finden und liefen durchs seichte Wasser. Da begann
auf einmal alles zu glitzern und funkeln. Sowas hatte ich noch nie gesehen. Wie
die kleinen Kinder sprangen wir im Wasser herum und brachten es damit zum
leuchten. Es sah aus wie tausend Sterne im Wasser. Michelle klärte uns auf:
flurozierendes Plankton. Einfach wunderschön.
Doch auch die tollste Zeit ging einmal zu Ende. Am 30.01. mussten wir uns aufraffen und uns von der Insel rollen (wir haben sooo viel gegessen), denn das nächste Ziel stand fest: 10 Tage Schweigekloster.
Doch auch die tollste Zeit ging einmal zu Ende. Am 30.01. mussten wir uns aufraffen und uns von der Insel rollen (wir haben sooo viel gegessen), denn das nächste Ziel stand fest: 10 Tage Schweigekloster.

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