Heute sollte es endlich auf in ein neues Land gehen - Vietnam. Wir waren schon absolut gespannt und freuten uns auf die neuen Eindrücke. Laut eines weniger freundlichen Mitarbeiters der Touristeninformation sollte um 6:00 Uhr ein Bus zur Grenze gehen. Also standen wir pünktlich um 5:30 Uhr am ausgewiesenen Platz und warteten. Es war stockdunkel und außer uns keine Menschenseele auf der Straße. Die Minuten vergingen, doch es kam kein Bus. Gegen um 7:00 Uhr tauchten die ersten Menschen auf. Wir stürzten uns auf sie und bombardierten sie mit unseren Fragen. Doch die meisten schauten uns nur mit großen Augen an und stammelten wenige englische Worte. Was wir allerdings verstanden: Um 6:00 Uhr fährt heute definitiv kein Bus nach Vietnam. Wir bekamen die unterschiedlichsten Auskünfte: Einer sagte, der Bus sollte um 8:00 Uhr kommen, ein anderer um 10:00 Uhr, wieder ein andere um 11:00 Uhr oder 13:00 Uhr und manche waren der Ansicht, es würde gar kein Bus fahren. Was nun? Wir beschlossen die Busstation einfach nicht zu verlassen und jeden vorbeikommenden Bus anzuhalten. Insgesamt warteten wir geschlagene sieben Stunden, bis endlich der lang ersehnte Bus auftauchte.
Die anschließende Fahrt entschädigte uns dann allerdings absolut. Vietnam empfing uns mit einer wunderschönen Landschaft - überall unglaublich grüne Berge und Täler. Wunderschön. Zudem war gerade Reisernte und wir konnten die Bauern und Bäuerinnen bei ihrer Arbeit auf dem Feld beobachten. Der Grenzübergang war ebenfalls ziemlich einfach, auch wenn diesmal unser Gepäck und der Wagen komplett durchleuchtet wurden.
Nach vier Stunden Fahrt erreichten wir Dien Bien Phu - unser Zwischenstopp auf der Weiterreise in den Norden. Es handelt sich um eine relativ große Stadt, die nur selten Touristen sieht.
Sofort fällt einem auf, dass Vietnam absolut anders ist als Laos:
Sofort fällt einem auf, dass Vietnam absolut anders ist als Laos:
- Es sieht hier sehr europäisch/westlich aus; es gibt große, asphaltierte Straßen, feste Steinhäuser und viele Autos.
- Die Vietnamesen sind viel lauter, aggressiver und wollen einem immer und überall etwas verkaufen.
- Vietnamesen spucken wo sie gehen und stehen. Disgusting!
- Frauen tragen Pyjamas, egal ob Tag oder Nacht.
Auch die Essenssuche am Abend gestaltete sich schwierig. Wir irrten ca. zwei Stunden in der Stadt umher und konnten kein Restaurant mit englischer Karte finden. Am Ende hatte eine nette Lady mit uns Erbarmen und zog uns in die Küche. Dort zeigten wir einfach auf alles, was gut aussah und hatten am Ende einen Tisch voller leckerer Dinge. So endete der Tag wider Erwarten glücklich und wir sind gespannt, wie es weiter geht.
Herrausforderungen im Alltag eines Backpackers:
- "Ja ich möchte dein Guesthouse sehen, aber LASS MICH VERDAMMT NOCHMAL LOS!!!"
- Ist das eine Matratze oder eine Isomatte auf dem Bett?

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