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Und dann kam der Regen...


Chiang Mai, Thailand - 20.08.-25.08.2013


Am 20.08. gings weiter nach Chiang Mai. Die Vorfreude war groß und wurde nicht enttäuscht. Chiang Mai war großartig. Mit zwei belgischen Mädels teilten wir uns ein Songthaew (Thailändisches Taxi) ins Zentrum der Stadt. Da die Mädels bereits ein Hostel gebucht hatten, sind wir einfach mal mitgegangen und haben uns das ganze angeschaut. Es hat uns super gefallen und war günstig, also beschlossen wir zu bleiben. Am Abend schlumperten wir noch ein bissl über den Night-Bazar. Super Atmosphäre, reges Treiben und die Händler sind super nett und entspannt. Es gibt eine Menge Künstler, die wunderschöne Bilder in verschiedenen Stilen zeichnen. Abschließend lies sich Schlumpi noch zu einer Uhr hinreisen, die er von 1350 auf 500 Baht herunter gehandelt hat.

Und dann gings los: Die Regenzeit ist da. Es goss wie aus Eimern und innerhalb weniger Minuten waren sämtliche Strassen überflutet. Wir kamen klitschnass am Hostel an und waren froh, dass unser Zimmer nicht unter Wasser stand. Froh im Trockenen zu sein, verbrachten wir den restlichen Abend an der Bar im Hostel. Wir schwatzen die ganze Nacht mit dem Besitzer.

Am nächsten Tag stand ein besonderes Abenteuer auf der Tagesordnung: Wasserrafting und Quadtour. Nach dem Aufstehen wurden wir von Sunny unserem lustigen Guide eingesammelt. Nicki hatte ganz schön Schiss, aber als wir unsere Gruppe sahen, war sie ziemlich erleichtert. Es waren dabei: eine niederländische Familie mit zwei kleinen Kindern, eine spanische Familie, ein junges chinesisches Pärchen (Waren das Chinesen?), zwei Malaysianer und eine Italienerin. Nach einem ekelhaften Lunch und einer sehr gewissenhaften Einweisung gings los. Herzklopfen pur. Zunächst fing alles ganz harmlos an. Wir übten die Kommandos und ließen uns treiben. Dann lag plötzlich die erste Stromschnelle vor uns und es wurde ziemlich wild. Keine Zeit zum Denken, einfach nur den Kommandos folgen. Unsere Herzchen klopften ziemlich schnell, aber wir hatten eine Menge Spaß. An der schwierigsten Stelle dann der Schock: unser Boot blieb zwischen zwei Felsen stecken und drohte sich zu überschlagen. Der vordere Teil füllte sich in sekundenschnelle mit Wasser und Schlumpf und einer der Malaysianer gingen über Bord. Selbst für unseren Guide war das eine heikle Situation und er schrie um Hilfe. Nach einigen Sekunden tauchten die beiden zum Glück wieder auf und konnten sich ins Boot zurück retten. Alle Gliedmaßen wurden gecheckt und alle, inklusive Guide, waren froh, dass alles gut ausgegangen war. Wir brachten die Tour ohne weitere Zwischenfälle zu Ende. Das Raften war der blanke Wahnsinn. Ein riesen Spaß. Auch das anschließende Quadfahren war genial. Die Piste war voller riesen Pfützen und ging durch den Dschungel.
What a asome day! Vollkommen fix und fertig fielen wir in die Betten und schliefen sofort ein.

Was wir am nächsten Tag machen wollten war klar: entspannen. Wir ließen uns treiben und genossen die erste originale Thaimassage. Für umgerechnet 4,50 Euro/Person wurden wir eine Stunde lang mit Händen, Füßen und Ellenbogen durchgeknetet und gestreckt. Was für ein Erlebnis. Danach fühlten wir uns wie neue Menschen. Sämtliche Verspannungen waren weg.
Am Abend dann das nächste Highlight: Lichterfest im Stadtzentrum und Tricyclefahrt for free. Wir wurden tatsächlich jeweils von einem Fahrer für eine Stunde durch das komplette Zentrum gefahren und wir konnten die Lichtskulpturen auf dem Fluss bewundern. Zurück auf dem Lichterfest wurde Nicki zur eigentlichen Hauptattraktion. Die kleinen asiatischen Mädchen waren fasziniert, wollten sie anfassen und fotografieren. Abends gabs noch unglaublich leckeres Street-Food. Auch an die Bewohner aus dem Meer haben wir uns herangetraut und zum ersten Mal Oktopus probiert. Fazit: ekelhaft.

Am nächsten Tag waren wir wieder mutig. Wir liehen uns zum ersten Mal einen Roller aus. Problem: Linksverkehr und massenweise Autos und Scooter auf der Straße. Mit Herzklopfen gings ins Getümmel, wo sich herausstellte, dass alles nur halb so schlimm ist. Die Thais fahren sehr rücksichtsvoll und achten auf einander. Bevor es los gehen konnte, mussten wir einige Elektronikläden abklappern. Wir waren auf der Suche nach einem Ersatzteil für Schlumpis Stativ. Im gefühlten hundersten Laden fanden wir endlich eins. Unsere Freude darüber sah man uns leider an, sodass der Preis gleich verdoppelt wurde. Aber egal, wir konnten endlich starten. Heutiges Ziel: Nationalpark Doi Suthep-Pui. Wir sind ganz gemütlich durch die Hügellandschaft gefahren, vorbei an Feldern, Dörfern und Wasserfällen. Zwischendurch wurde immer mal gestoppt, um die tolle Aussicht zu genießen. Höhepunkt des Ausfluges war ein Wanderweg, der an einer Reihe von Wasserfällen vorbei führte.
An diesem letzten Abend in Chiang Mai hatten wir noch das Glück über den Saturday-Market schlendern zu können. Dafür wurden im Stadtzentrum mehrere Straßen gesperrt. Auf einer Länge von ca. zwei Kilometern verkauften u. a. einheimische Künstler, Fotografen, Kunsthandwerker und Kleinhändler eine bunte Mischung verschiedener Artikel. Dazwischen werden Fruchtsäfte und Snacks frisch zubereitet, was wir natürlich ausführlich genutzt haben.
Leider endete der Tag weniger schön. Wir versuchten an mehreren Geldautomaten Baht zu bekommen, doch es kam kein Geld heraus. Dummerweise wurde es trotzdem von unserer Kretidkarte abgebucht, sodass diese nun leer war und wir mindestens drei Tage auf neues Geld warten mussten. Das heißt, wir standen ohne Geld in Thailand und mussten mit dem auskommen was wir noch hatten: ca. 60 Euro. Letztlich hat alles geklappt, das Geld wurde nach einer Woche zurück gebucht und wir sind nicht verhunger
Zum krönenden Abschluss lief abends im Bett noch eine Kakerlake an Nickis Kopf vorbei. Doch sie war ganz tapfer, hat das Mistvieh gefangen und nach draußen gebracht.

Fazit: Die Zeit in Chiang Mai war toll, aber langsam wird es Zeit weiter zu ziehen.


Herausforderungen im Alltag eines Backpackers:
  • Kann man in Thailand drei Tage mit nur 60 Euro auskommen? Ja, man kann!
  • Kakerlaken im Bett? Nein, danke!
  • Wo kommt all das Wasser her?

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