Es
war so weit. Wir mussten Bye Bye sagen. Zu Glen Forrest, unserem
vorübergehenden Zuhause,
zu unseren tollen Kollegen und vor allem unserem Lieblingsboss.
Der
letzte Arbeitstag kam schneller als gedacht. Es war eigenartig. Wir
waren zwiegespalten. Auf der einen Seite freuten wir uns unendlich
auf alles, was vor uns lag. Wir wollten unbedingt wieder unterwegs
sein, Abenteuer erleben, neue Dinge sehen. Doch auf der anderen Seite
waren wir traurig. Es war schwer, zu gehen und das alles hinter sich
zu lassen. Schließlich war es in dem vergangenen Jahr unser Zuhause
geworden. Ein provisorisches zwar, aber ein liebgewonnenes. Hier
hatten wir unseren Gerdi zusammengebastelt, waren Tag ein Tag aus
gern zur Arbeit gegangen, hatten unsere Wochenenden gemütlich in der
Sonne verbracht. Alle, vor allem unser Lieblings-Warren, hatten uns
immer zur Seite gestanden, geholfen, wo geholfen werden konnte und
uns mit Tipps und Ratschlägen versorgt.
Doch
es war Zeit geworden. Nach einem Jahr unerlässlicher Arbeit und
Sparen zeigte das Bankkonto unseren erhofften Betrag. Das bedeutete,
wir konnten weiterreisen. Für mindestens ein weiteres Jahr. Das
hoffen wir jedenfalls. Außerdem kam der Winter. Es wurde kalt und
ungemütlich. Es war unumgänglich.
Der
letzte Arbeitstag war schwer. Wir kamen uns fehl am Platz vor,
versuchten alles in die letzten Gespräche zu packen. Zu allem
Überfluss wurde zu unseren Ehren die Firma eine Stunde eher
geschlossen, die beste Pizza der Stadt bestellt und ein letztes
Beisammensein arrangiert. Was soll man dazu sagen? Die Äuglein
blieben kaum trocken...
Der
nächste Tag fing träge an. Doch wir hatten eine Menge vor. Gerdi
musste startklar gemacht werden. Wir putzten und schrubbten,
reparierten, hämmerten und schraubten. Nach einer letzten Nacht war es
dann so weit. Am
Sonntagmorgen ging es los. Wir
waren wieder unterwegs. Die Weite Australiens lag vor uns.
Doch
auch heute denken wir noch oft an Glen Forrest und unseren
Lieblingsboss. Wir hoffen sehr, dass es kein Lebewohl, sondern ein
Auf Wiedersehen war und wir uns irgendwann wieder über den Weg
laufen. Denn wie sagt man so schön?: Mann sieht sich immer
zweimal im Leben. Das hoffen wir diesmal sehr.

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