
Margaret River, Australien – 23.01.-26.01.2015
Der Rückkehrblues hielt uns weiterhin gefangen. Er wollte
einfach nicht so richtig weg gehen, der miese Hund. Was kann man da tun? Wir
müssen unbedingt was unternehmen! Raus aus dem Alltag.
Also nichts wie weg hier. Gesagt, getan. Wir nutzten das
lange Wochenende und fuhren für vier Tage in den Süden Autraliens.
Ach, was waren das für schöne Tage. Schon die Fahrt war
entspannend. Vier Stunden gings vorbei an grünen Wäldern und meterhohen Bäumen.
Der Himmel war blau. Der Wind wehte uns um die Nase. Und entspannte Musik
verbreitete gute Laune. Der Tapetenwechsel bewirkte wahre Wunder. Das Beste: Es
wurde wenigstens einige Grad kühler und ein Lüftchen machte die Sonne
erträglicher. Ja, hier gefiel es uns.
Schon die erste Nacht war atemberaubend. Wir schliefen
versteckt auf einem verlassen Waldweg. Um uns herum war es stockdunkel. Wir
kuschelten uns in die Decke und steckten die Köpfe aus dem Gerdi. Der Himmel
war überwältigend. Sooo viele Sterne. Wunderschön. Er animierte uns zu einer
lustigen Story über die vielen hellen Sterne und Sternschnuppen im Universum.
Ein Highland war geboren ;).
Ansonsten ließen wir es uns rundum gut gehen. Wir erkundeten
die Umgebung von Margaret River mit unserem kleinen Gerdi. Wir verbrachten
einige Stunden an den wunderschönsten Stränden. Weicher Sand. Türkisblaues
Wasser. Und eine leichte Brise. Perfekt. Doch das Highlight: unser Bodyboard.
Was für ein riesen Spaß. Die Wellen waren gerade hoch genug und wir stürzten
uns wieder und wieder ins Vergnügung. Rein ins Wasser, rauf aufs Board und nach
vorn tragen lassen. Einzeln oder zu Zweit (ich huckepack auf Schlumpis Rücken).
Wir waren wie die kleinen Kinder. Lachten und krietschten uns zu Tote :-). Außerdem machten wir
einen Ausflug zu dem angeblich größten Leuchtturm Australiens, ins
Schokoladenmuseuum (Schoooocki)
und einer atemberaubenden Höhle. Es mag nicht die abenteuerlichste Erkundung
einer Höhle gewesen sein, die wir je gemacht haben, dafür aber war es unter Tage
geradezu magisch. Hunderte filigrane Kristalle hingen von der Decke, funkelten
und klitzerten um die Wette. Es sah aus wie eine Feenlandschaft. Am besten fand
ich allerdings unsere Wanderung durch den Boranup Forest. Endlich war es „kühl“
genug (ja, tatsächlich nur 35 Grad und nicht 40), um mal wieder wandern zu
gehen. Und der Wald war so dicht, dass er kaum Sonne durch ließ. Befreiend!
Doch das mit Abstand allerbeste an unserem Kurzurlaub
war der Ort, an dem wir campen durften. Unser Lieblingschef, aka Mr. W, hatte
voll was für uns klar gemacht.
Bei einem Freund, der eines der wunderschönsten Weingüter in ganz Margaret
River besitzt, durften wir fern ab jeglicher Touristen, völlig ungestört
inzwischen hunderter Weinstöcke übernachten. Es war so idyllisch und
friedlich, dass wir uns kaum lösen konnten. So verbrachten wir einige ruhige
Stunden auf der Decke vor unserem Gerdi, aalten uns in der späten
Nachmittagssonne, lasen und genossen einfach nur das Leben. Auch unsere
Solardusche konnten wir endlich mal ausprobieren. Das ist schon so ein
Erlebnis, wenn man da splitterfasernackt in der Natur steht und sich duscht :-). Auch ein Schlückchen
Wein und ein leckeres Mittagessen haben wir uns auf diesem tollen Weingut
gegönnt.
Was für schöne Tage. Danach war der Blues der
vergangen Wochen ein wenig überstanden und wir blicken nach vorn. Solche
kleinen Ausflüge machen uns nur noch mehr abenteuerlustig und kribbelig. Wir
wollen endlich los. Wir wollen wieder reisen und unterwegs sein. Neue Leute
kennenlernen. Neue Dinge ausprobieren. Frei sein.


endlich wieder ein neuer Eintrag, und das Abreisedatum auf der Wir über Uns-Seite stimmt jetzt auch ;-) Gruß Pappsler
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