Heute genau vor einem Monat war
ein grauenhafter Tag. Nach vier wunderschönen Wochen mussten bzw. wollten
(ahhh, Zwiespalt!) wir Deutschland und unseren Lieben wieder auf Wiedersehen
sagen. Und es war sooo viel schwerer als beim ersten Mal. So viele Tränchen
wurden an diesem Tag vergossen.
Aber zunächst alles auf Anfang...
Nach unserem letzten desaströsen
Weihnachten war ziemlich klar: Das wollen wir nicht wieder! Weihnachten ohne
Familie ist eigenartig. Und dann noch Strand, Palmen und Sonne. Nee! Nicht mit
uns. Außerdem tingelten wir jetzt ja auch schon seit fast eineinhalb Jahren
durch die Welt und vermissten unsere Freunde und Familie doch ganz schön. Nachdem
wir Stunden!, ach, fast Tage auf der Suche nach den besten und günstigsten
Flügen gewesen waren, stand es im Oktober endlich fest: Wir fliegen nach Hause.
Jippieh! Die Vorfreude war übergroß. Umso näher der Termin rückte, umso
kribbeliger wurden wir. Doch um ganz ehrlich zu sein, ein bisschen mulmig war
uns auch. Passen wir noch rein? Verstehen wir uns noch? Können wir problemlos
anknüpfen?
Die letzten Tage vergingen dann
wie im Flug. Letzte Souvernirs besorgen. Letzter Arbeitstag. Verabschiedung von
den Kollegen. Rucksack packen. Übergabe Gerdi. Unser kleiner geliebter Gerdi.
Es fiel uns ziemlich schwer ihn für einen ganzen Monat allein zu lassen (nein,
wir sind nicht bekloppt; jedenfalls nicht offiziell :-)), doch wir wussten ihn ja in guten Händen. Die letzte Nacht war dann ziemlich kurz. Gegen 03:30 Uhr wurden
wir zum Flughafen gebracht und sagten unserem sehr lieb gewonnenen Perth still
und leise Goodbye. Das erste Flugzeug brachte uns dann am 07.12.2014 in sechs
Stunden zu unserem ersten Stopp – Kuala Lumpur, Malaysia. Denn ja, unsere
Sparlust hatte uns tatsächlich dazu verleitet sowohl Hin- als auch Rückflug in
mehrere Flüge aufzuteilen. Sehr klug... Kann man jedem nur empfehlen... Ähm...
Nun ja. Jedenfalls zwei Tage Aufenthalt in KL. Zusammenfassung: große Stadt,
laut, voll, stickig (öah, ich konnte mich gar nicht mehr erinnern, dass Asien
soooo schwül war). Die Entdeckungslust hielt sich dann auch eher in Grenzen.
Wir wollten doch einfach nur nach Hause! Naja, aber essen geht immer. Also
hangelten wir uns von Straßenstand zu Straßenstand und erstanden noch die
allerletzten Souvernirs.
Endlich, am 09.12.2014, gings
weiter. Ähm, nein, nicht nach Deutschland, sondern nach Ho Chi Minh City,
Vietnam. Umweg? Achwo. Man sieht doch sonst nichts von der Welt. Und dann?
Warten, warten und warten. Ach, und hatte ich warten schon erwähnt? Ja, und
nachdem wir weiter gewartet hatten, endlich abends kurz vor Mitternacht konnten
wir in das lang ersehnte Flugzeug nach Deutschland steigen. Ach ja, und dann
wieder aussteigen. Maschine kaputt. Supi. Und wieder warten. Highlight: die
Deutschen. Klischees auf zwei Beinen. Überall. Aber dann. Es ging tatsächlich
los. Uns trennten nur noch 13 Stunden von Deutschland. Uhhh, wir waren so
aufgeregt. Und müde. Und aufgeregt. Alles zusammen. Und als wir dann nach
unendlichen Kontrollen zum Ausgang gingen, bubberten die Herzchen ganz schön.
Und da standen sie – unsere liebe Familie. Genauso aufgeregt wie wir. Oh, war
das schön. Unbeschreiblich. Surreal. Es war alles so normal. Es gab ein
selbstgebasteltes Begrüßungsbäumchen (wir stellen es uns einfach blinkend vor ;-)), Kekse, Kaffee und
ganz viele Umarmungen. Und vielleicht auch das ein oder andere Tränchen. Nur
ein bisschen. Tja, und dann? Rein ins Auto und nach Hause. Und was war daaaaas?
Schnee!!!! Zugegebenermaßen eher ein Schneeregengemisch, aber Schnee ist nun mal
Schnee. Wie schön.
Und dann waren wir da. Zu Hause.
Welch ein schönes Gefühl. Nachdem wir vor fast eineinhalb Jahren genau von hier
gestartet sind, konnte ich uns beim Eintreten genau an dieser Treppe stehen
sehen. Posend für das letzte Foto in Deutschland.
Es war so schön. Aber auch echt
eigenartig. Surreal. Unwirklich. Aber auch total normal. Da saßen wir nun, in
der Küche, übermüdet, aufgedreht, mittagessend, quatschend, lachend. Und dann
gabs Kaffee und Plätzchen und immer noch saßen wir da. Wir brachten uns gegenseitig
auf den neuesten Stand. Erzählten Anekdoten, Geschichten, Erinnerungen. Es war
so normal. Es war Alltag. Es war Zuhause. Eines der schönsten Gefühle der
Welt.


Die nächsten Tage waren überwältigend. Es ging alles viel zu schnell. Ich wünschte, ich hätte die Zeit anhalten und langsamer laufen lassen können. Ich wünschte, ich hätte präsenter sein können, jedes Detail in mich aufnehmen können. Es gibt viel zu wenig Fotos von dieser schönen Zeit. Wir Beide haben es irgendwie vergessen. Wir waren zu gefangen im Augenblick. Ein wenig überfordert. Es gab sooo viele Wiedersehen: ein tolles, lustiges, lautes Begrüßungsessen mit unserer ganzen Familie (es waren tatsächlich alle da, die wir so sehr von Herzen lieben – vielen lieben Dank dafür!); ein Treffen mit alten Freunden, Plätzchenbacken, Kinderlachen, Paintballschießen und vielen Gesprächen; ein so unendlich schöner Besuch in Potsdam bei einer meiner allerliebsten Freundinnen, der mich tatsächlich nachdenklich gemacht hat – so ein Leben in Deutschland kann auch so schön sein (Liebe Anja, was haben wir eigentlich alles veranstaltet? Ich habe kaum ein Bild von meinem Besuch bei dir! Wir haben viel zu viel gequatscht! Wir hätten uns auch mal um die wichtigen Dinge im Leben kümmern müssen – Fotos! Ich kann mich erinnern an lange Spaziergänge, Weihnachtsbaumschlagen, Weihnachtsmarktbesuch, Glüchweintrinken, lecker Pizza, Spieleabend, Kaffeetrinken und natürlich Jogginghosen!); ein Besuch im neuen Nebenzuhause bei meiner allerliebsten Schwägerin in Dortmund (auch wenn irgendwie nicht das Glück auf unserer Seite war – Museum war zu, Wetter war doof – danke, für die vielen tollen, so tiefgehenden Gespräche!) und dann wieder zurück. Puh, was ein Marathon.


Die nächsten Tage waren überwältigend. Es ging alles viel zu schnell. Ich wünschte, ich hätte die Zeit anhalten und langsamer laufen lassen können. Ich wünschte, ich hätte präsenter sein können, jedes Detail in mich aufnehmen können. Es gibt viel zu wenig Fotos von dieser schönen Zeit. Wir Beide haben es irgendwie vergessen. Wir waren zu gefangen im Augenblick. Ein wenig überfordert. Es gab sooo viele Wiedersehen: ein tolles, lustiges, lautes Begrüßungsessen mit unserer ganzen Familie (es waren tatsächlich alle da, die wir so sehr von Herzen lieben – vielen lieben Dank dafür!); ein Treffen mit alten Freunden, Plätzchenbacken, Kinderlachen, Paintballschießen und vielen Gesprächen; ein so unendlich schöner Besuch in Potsdam bei einer meiner allerliebsten Freundinnen, der mich tatsächlich nachdenklich gemacht hat – so ein Leben in Deutschland kann auch so schön sein (Liebe Anja, was haben wir eigentlich alles veranstaltet? Ich habe kaum ein Bild von meinem Besuch bei dir! Wir haben viel zu viel gequatscht! Wir hätten uns auch mal um die wichtigen Dinge im Leben kümmern müssen – Fotos! Ich kann mich erinnern an lange Spaziergänge, Weihnachtsbaumschlagen, Weihnachtsmarktbesuch, Glüchweintrinken, lecker Pizza, Spieleabend, Kaffeetrinken und natürlich Jogginghosen!); ein Besuch im neuen Nebenzuhause bei meiner allerliebsten Schwägerin in Dortmund (auch wenn irgendwie nicht das Glück auf unserer Seite war – Museum war zu, Wetter war doof – danke, für die vielen tollen, so tiefgehenden Gespräche!) und dann wieder zurück. Puh, was ein Marathon.
Und dann erstmal ausruhen. Ähm, nein. Falsch. Denn dann war Geburtstag angesagt. Motto: Fettschnapsparty! Was für ein krasser Abend. Ganz offiziell wurde ich in die tiefen Geheimnisse der Köhlerischen Fettschnappsherstellung eingewiesen. Ein extrem ernstes und hoch heikles Thema. Ich kann nur so viel verraten: Primasprit – 70%! Alkohol. Alter Verwalter. Ich habe natürlich hoch verantwortungsbewusst ausgeschenkt und nur hier und da mal genippt. Wie ich allerdings am Ende schlafend auf der Tanzfläche gelandet bin, versteh ich nicht so richtig. Ich verneige mich aufrichtig vor allen am späten Abend noch aufrecht Stehenden!

Und dann wurde es besinnlich:
Weihnachten stand vor der Tür. Dass das allerdings bedeutet, es floss weniger Alkohol, ist ein Irrtum. Irgendwie hatte jeder irgendwo her Likör mitgebracht
oder selbst gemacht. Und der musste natürlich leer werden. Kann man ja nicht
umkommen lassen, das gute Zeug. Trotzdem blieb noch genug nüchterne (oder eben
leicht angeschwipste) Zeit für die besinnlichen Dinge im Leben: Wir schmückten
den Weihnachtsbaum, lauschten weihnachtlichen (und auch etwas gruseligen)
Hörspielen, sahen ein wunderschönes Krippenspiel, aßen ein tolles
Weihnachtsgericht und tauschten die schönsten gestalteten und selbstgebastelten
Geschenke aus (wie zum Beispiel eine Wäscheleine voller Socken, einen Gerdi mit
Innereien :),
einen BH-Schneeberg mit rodelnden Männchen und selbstgebackene Cookies).
Danach natürlich wieder ein wenig Alkohol, denn die Feuerzangbowle gehört
einfach zu Weihnachten dazu. Genauso wie Opi Köhlers Geburtstag am 1.
Weihnachtsfeiertag. Was haben wir gegessen. Unglaublich. Ich dachte, ich platze
gleich. Und nein, auch am 2. Weihnachtsfeiertag hörte es nicht auf. Das
Schlemmen ging bei meiner Familie weiter.Und dann war Weihnachten vorbei. Doch eigentlich erhielten wir dann das schönste Geschenk, dass man uns hätte machen können – es schneite. Oh, es war so unendlich schön. Als ich an diesem Morgen aus dem Fenster schaute, hatte ich tatsächlich ein kleines Tränchen in den Augen. Wie sehr ich doch den Winter vermisste. Alles war weiß. Und still. Und friedlich. Die Welt sieht so unendlich schön aus. Ich liebe nichts mehr als einen dieser wunderschönen Schneetage, an denen die Sonne sich ein wenig zeigt, man sich dick einmummelt und dann nach draußen geht. Spaziergänge, Schneeballschlachten, Schneeengel, Schneemannbau. Alles war dabei. Was für glückliche Tage.
Doch so langsam, so ganz langsam
schlich sich etwas anderes in unsere fröhlichen Tagen. Der Schnee taute und es
wurde uns allen bewusst, dass das bevorstehende Silvester nicht nur ein neues
Jahr mit sich bringen würde, sondern auch einen baldigen Abschied. Wehmut kam
auf. Es waren schöne letzte Tage, aber auch ein wenig traurige. Besonders für
mich war das Auf-Wiedersehen-Sagen sehr schwer. Ein letzter Familienabend, ein
letzter Geburtstag und dann war die Zeit gekommen. Die Fahrt zum Flughafen war
schwer. Die Verabschiedung am Flughafen noch schwerer. Es fiel mir so unendlich
schwer zu gehen. Mein Herz fühlte sich so schwer an. Die Tränen flossen
ununterbrochen. Auch noch eine lange Zeit nach dem Auf Wiedersehen.
Es ist schwer in Worte zu fassen
wie unendlich schön diese vier Wochen zu Hause waren. Ich und natürlich auch
Stefan, wir möchten und bei jedem Einzelnen bedanken, der diese Zeit zu einer
so unendlich schönen, fröhlichen, unbeschwerten Zeit gemacht hat. So viele
tolle Begegnungen und Gespräche. So viel Gelächter und auch Tränen. Ich hätte
nie gedacht, dass es mir so schwer fallen würde, zu gehen. Deutschland wieder
zu verlassen. Doch es war nicht einfach. Auch die folgenden Wochen in
Australien waren nicht einfach. Doch so langsam finden wir uns in unser
Reiseleben zurück und sind gespannt, was im neuen Jahr alles auf uns zukommen
wird. Es bleibt spannend. Vielen, vielen Dank dafür, dass ihr so seid wie ihr
seid. Wir lieben euch von Herzen und vermissen euch sehr!





Awww, gleich ein paar Tränchen verdrückt. Ich möchte, dass ihr wiederkommt. So richtig in echt und ich möchte Schlumpis geheimen Zwillingsbruder kennenlernen, damit ich auch so eine tolle Familie habe!
AntwortenLöschenna diesen Beitrag haben wir natürlich schon sehnsüchtig erwartet. Treffender hätte man diese Tage nicht beschreiben können. Die Fettschnapsparty war echt der Oberhammer - der Abschied am Flughafen das krasse Gegenstück dazu. Auch wir haben die Zeit sehr genossen. Nun sind wieder im Alltag angekommen und schauen jeden Tag auf eure Seite nach Neuigkeiten. Gruß Pappsler
AntwortenLöschen