Perth, Australien – 11.10.-07.12.2014
... und damit auch das warme Wetter, strahlend blauer Himmel und viiiiele Ausflüge.
Ach, wie hatten wir den Frühling
herbeigesehnt. Zwischendurch waren wir überzeugt, er würde nie kommen. Doch
plötzlich und völlig unerwartet kletterte das Thermometer immer weiter nach
oben, die Tage wurden immer länger und der Regen immer weniger.
Und dann? Der Bewegungsdrang setzte eine.
Wir erkundeten Perth in alle Richtungen.

Zuerst ging es nach Westen nach Fremantle.
Die lebhafte Hafenstadt am Swan River hat ihren ganz eigenen Charme.
Multikulturell, ein wenig hippiehmäßig und völlig entspannt geht es hier zu.
Wir schlendetern gemütlich durch die Gassen, beobachteten die vielen
Straßenkünstler, kauften tonnenweise Gemüse und Obst auf den hektischen Märkten
und gönnten uns anschließend ein kühles Bier in einer der zahlreichen
Bierbrauereien.
Danach verschlug es uns in den Norden in
den Yanchep Nationalpark, wo wir nicht nur eine tolle Wanderung unternahmen,
sondern zum ersten Mal zuckersüße, aber auch ganz schön schläfrige Koalas
sahen. Besonderes Highlight hier ist der nahe gelegene Rastplatz, auf dem man
kostenlos nächtigen kann. Bei einem gemütlichen Feuerchen ließen wir hier die
Abende ausklingen.
Im Anschluss dann ein weiterer Höhepunkt.
Unser 11. Jahrestag. Diesmal zog es uns in den Osten. Und zwar per Fahrrad.
Super sportlich folgten wir dem 40 km langen Railway Reserve Heritage Trail.
Die Landschaft atemberaubend. Wir fuhren zunächst durch einen Skulpturenpark,
dann vorbei an Felsschluchten und Klippen und zuletzt durch einen wunderschönen
Wald mit riesigen Bäumen. Doch besonders beeindruckt waren wir von dem
Blumenmeer, bzw. den Blumenmeeren. Immer war unser Weg rechts und links von
wunderschönen, bunten Blumen gesäumt und so hielten wir das ein oder andere
Mal, oder auch etwas häufiger, an. Ein toller Tag, auch wenn uns auf den letzten zwei
Kilometer dann doch etwas die Puste ausging J.
Schließlich landeten wir im Süden. Auf der
winzigen Insel „Penguin Island“. Passenderweise erhielt sie ihren Namen, da sie
in Westaustralien der größten Pinguin-Kolonie ein Zuhause bietet. Bei 37 Grad
machten wir uns auf und besuchten die zuckersüßesten kleinen Pinguine, die wir
je gesehen haben. So winzige kleine Kerle. Ich hätte sie am liebsten mit nach
Hause genommen. Doch auch die Insel selbst ist eine Sehenswürdigkeit. In gerade
mal 30 Minuten hat man sie locker per Fuß umrundet und kann zwischendurch an
einem der vielen Strände die Sonne genießen.
Abgesehen davon erkundeten wir auf vielen
Wanderungen mit unserem lieben Mr. W die Umgebung. Dabei kämpften wir uns
wieder mitten durch Sträucher (Wege, wer läuft schon auf angelegten Wegen?),
probierten kurzerhand Sandsurfen aus und wurden Zeugen des australischen
Umgangs mit aus Europa und Amerika eingeschleppten Pflanzen. Vernichtung! Und
zwar ganz oder gar nicht. So wurde tatsächlich jede nicht einheimische Pflanze
samt Wurzel rausgerissen und vernichtet. Ein lustiges Schauspiel. Die Australier nehmen ihre
Sache ernst J.
So verbrachten wir also die vergangenen Wochen mit vielen Unternehmungen und verliebten uns nach und nach in den Westen Australiens. Die Natur, die Menschen, das Wetter – unbeschreiblich. Die Uhren ticken hier anders und die Lebensweise ist eindeutig entspannter.
Deutschland fehlt uns, das müssen wir
leider zugeben, immer weniger. Unsere Familie und Freunde dafür aber umso mehr.
Deshalb stand schnell fest: wir wollen nach Hause. Nicht für immer, versteht
sich. Doch so ein kleiner Urlaub in der Heimat. Ja. Da hatten wir Lust drauf.
Und so verging die Zeit wie im Flug und morgen starten wir schon Richtung Deutschland (natürlich mit zahlreichen Umwegen J).
Jippieh. Bis ganz bald, ihr Süßen!


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