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Regnerische Tage im Gerdi



Perth, Australien – 24.08.-01.10.2014


Zurück zum Hier und Jetzt. Fast jedenfalls J.

Nach unserem super Urlaub mit den Mädels und überwiegend tollem Wetter, schlug plötzlich doch noch der Winter zu. Und zwar mit einer Menge Regen und trüben Tagen. An sich nichts Schlechtes. Jedenfalls meiner Meinung nach. Man mummelt sich gemütlich ein, mit einer Tasse Tee und einem guten Buch und beobachtet die Regentropfen, die gegen die Scheibe schlagen.
Aber nein. Wie die Meisten sicher bereits mitbekommen haben, sitzen wir ja seit unseren „Flitterwochen“ quasi auf der Straße. Nun ja, ganz so schlimm ist es nicht. Wir sitzen im Gerdi – unserem neuen Zuhause. Da der liebe Gerdi allerdings nur ein Van mit einer Grundfläche von 5,00m² ist, war der sonst so von mir geliebte Herbst/Winter ein bissl anders. Der Regen ging uns gehörig auf den Keks. Denn wir waren eingesperrt. Den gesamten Tag. Kein gemütliches Zusammensitzen im Sonnenschein, kein entspanntes Kochen und kein relaxtes Shisha-Rauchen. Jeder Gang ins Bad war mühsam. Dazu kam noch das Chaos. Nichts war, wo es sein sollte. Nach zwei Wochen zu Viert im Gerdi war alles dreckig, durcheinander und ungemütlich. Wir waren genervt. Und zwar enorm.


Also bleib uns keine Wahl. Raus in den Regen bzw. wenigstens unter ein etwas schützendes Dach und an die Arbeit. Gerdi wurde gepimt. Die nächsten Wochenende hämmerten, schraubten, nähten, klebten und putzten wir. Es war anstrengend. Doch die Arbeit hat sich gelohnt. Gerdi 2.0 war geboren. Die Liegefläche ist nun tiefer gelegt, es wurde unendlich viel Stauraum geschaffen, das Bett hat eine Lehne bekommen, neue Decken, Kissen, Bezüge und eine Matrazte wurden gekauft, neue Vorhänge genäht, eine Lichterkette angebracht, ein neues Küchensystem mit Ratankörbchen angelegt und neue Sitzbezüge erstanden. Das Highlight ist unsere Fotodecke. Die besten Bilder der Reise zieren jetzt einen Großteil unsere Decke und laden zum Träumen ein. Überflüssiges wurde aussortiert und der Rest geordnet und systematisiert. Typisch Deutsch halt J. Unsere Kollegen bestaunten, aber belächelten unseren Einsatz auch ein wenig. Doch das Ergebnis lässt sich sehen. Wir sind mega stolz auf unseren neuen Gerdi und fühlen uns nun pudelwohl. Auch wenn es in den darauf folgenden Wochen noch das ein oder andere Mal regnete, nun ging es uns nicht mehr ganz so sehr auf den Keks. Denn auch im Gerdi konnte man sich nun gemütlich einmummeln, mit einem heißen Tee und einem guten Buch. Und die Regentropfen klopften so schön gegen das Dach, dass wir oft friedlich einschliefen.

Abgesehen davon lud uns unser Lieblingsboss Warren aka Mr. W. zu unserer ersten gemeinsamen Wanderung ein. Auch die endete leider im Regen. Doch es war toll. Einfach toll. Nachdem wir wochenlang im Gerdi eingesperrt waren, kamen wir endlich raus und konnten uns bewegen. Der Regen machte uns kaum etwas aus. Wir schlugen uns – ganz nach Mr. W´s Art und Weise – quer durch den Busch, kratzen uns die Beine auf, wadeten durch ein Flüsschen und kletterten die Hügel rauf und runter. Als sich dann in die letzten fünf Minuten auch noch die Sonne zeigte, war der Tag perfekt. Schließlich gönnten wir uns völlig durchgefroren eine warme Dusche und kuschelten uns wieder in unseren tollen, neuen Gerdi.


Auf das der Frühling bald kommt...


1 Kommentar:

  1. sehr schön, sehr schön..........
    und Glückwunsch zum generalüberholten Gerdi !

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