Perth, Australien - 18.05. - mal sehen
Erster Tag im neuen, durch und durch australischen, Betrieb und schon die erste Bemerkung versteht kein Mensch. G´day mate. Hä? Excuse me?
Tage später erfuhren wir die Bedeutung. Good day, mate - Guten Morgen, Kumpel. Da fragt man sich folgende Dinge: 1. Wieso zur Hölle können Aussies beim Reden den Mund nicht aufmachen und deutlich sprechen? 2. Wieso verschlucken sie Silben und manchmal sogar ganze Wörter. Und 3. Mate? Ich bin nicht dein Mate! Doch wer in Australien unterwegs ist, muss ganz klar die Bereitschaft mitbringen wirklich alles und jeden Mate zu nennen - von Freunden über den Boss bis hin zu Werkreugen und Autos. Okay. Wir waren also definitiv in Australien angekommen.
Den ersten Tag und auch die erste Woche haben wir dann auch einigermaßen gut hinter uns gebracht und seit dem läufts. Schlumpi und Nicki sind also in der Tierfutterproduktion angekommen und arbeiten mit ca. acht weiteren Mitarbeitern mehr oder weniger Seite an Seite. Die Arbeit ist im Großen und Ganzen auch recht simpel. Für Nicki jedenfalls. Tag ein, Tag aus wird fleißig im Akkord Ratten- und Mäusefutter abgefüllt, vakuumiert und eingepackt. Um ehrlich zu sein, sieht es eher so aus, dass Nicki und ihre Lieblingskollegin ab und an ihr Schnattern unterbrechen, um den einen oder anderen Karton zu füllen :-). Schlumpi hingegen - wie wir ihn alle kennen - nimmt seine Aufgabe ernst und arbeitet tatsächlich von früh bis spät ohne Pause. Er mixt alle Zutaten zusammen und sellt das Futter her. Ab und an lässt er auch mal nen leckeren Snack rüberwachsen: Rattenfutter, dass aussieht und schmeckt, wie Cookies - mit ganz viel Zucker und Butter.
Dazu noch unsere super netten Kollegen - jedenfalls die meisten :-) - und ein ordentlicher Stundenlohn. Wir können uns also nicht beklagen.


Zu unserer neuen Arbeit gehört allerdings auch ein neues zu Hause und das bedeutete Auszug bei den Allens. Auch wenn wir hin und wieder mal gemeckert haben, hat es uns dort immer gut gefallen und der Abschied fiel uns schwer. Bis heute fehlen uns Tim und Sam und vor allem die süßen Kiddies sehr.
Doch nach nur wenigen Besichtigungen schienen wir einen Volltreffer gelandet zu haben. Mel (39 Jahre, gebürtige Brasilianerin) und und ihr zweijahriger Sohn Luke nahmen uns herzlich auf und wir fühlten uns wohl. Unser Zimmer ist super - groß und mit einem gemütlich Bett. Außerdem haben wir unser eigenes Bad und obendrauf noch ein Auto zur Vollzeitbenutzung. Was will man mehr? Perfekt!
Was sich uns allerdings erst nach dem Einzug nach und nach offenbarte hat einen leichten Beigeschmack: Mel ist Zeugin Jehovas, frisch geschieden und steckt auch noch in ernsten Geldproblemen. Dazu dann auch noch depressiv, extrem laut und eine absolute Liebhaberin von Belehrungen und Besserwisserei. So dürfen wir uns ohne Punkt und Komma all ihre Lebensweisheiten und Erziehungstipps anhören und immer fein nicken und lächeln.
Ob wir das weitere Monate aushalten, das wir sich zeigen...



tolle Bilder, ihr seht so glücklich aus ! Glückwunsch zum Staplerfahrer
AntwortenLöschenLG
ja, von mir auch vielen Dank für die tollen Bilder, Nicole als Staplerfahrer - krassssss
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